Kitas müssen künftig beim Gesundheitsamt melden, wenn kein Nachweis über eine Impfberatung vorgelegt wird
Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Dr. Günther Jonitz, befürwortet ein hartes Vorgehen gegen Impfgegner. Eine vorgeschriebene Impfberatung für Eltern sei richtig.
Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden dürften, müssten „vor den Verantwortungslosen“(!) geschützt werden, sagte Jonitz im SWR. Eine verpflichtende Impfberatung sowie auch eine Bestrafung bei einer Verweigerung seien richtige Maßnahmen. Allerdings bezweifelte er, ob dies reicht. Früher oder später komme man aber um eine Impfpflicht nicht herum. Zunehmend gebe es Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen – und zwar „aus rein fundamentalistischen Ansichten, die nicht objektiv begründet sind“. Der Bundesgerichtshof hatte sich jüngst auch für Schutzimpfungen ausgesprochen.
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnt: „Eine Impfpflicht bedeutet einen erheblichen Eingriff in das im Grundgesetz verankerte Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und bei Kindern in das Sorgerecht der Eltern.“ Ein solcher Schritt könne „nur als Ultima Ratio“ in Erwägung gezogen werden.
Eine vorgeschriebene Impfberatung für Eltern, wie sie die Bundesregierung plant, hält Kordula Schulz-Asche, Gesundheitsexpertin der Grünen, für Aktionismus. „Ich bin gegen die Impfpflicht. Wir leben in einer Gesellschaft, in der man eine freie Entscheidung treffen kann.“
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